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Performance Lab Berlin sammelte und erarbeitete in Zusammenarbeit mit -> WomenArts Materialien, Statistiken und Themen für die öffentlichen Diskussionsrunden des SWAN Day Berlin 2008. Unser Ziel war es, der Öffentlichkeit ein umfangreiches Bild der aktuellen Lage von Frauen in den Künsten zu vermitteln.


Einige interessante Fakten:

* Eine Studie des New York State Council on the Arts, die 2003 durchgeführt wurde, besagt, dass von 2000 Theaterstücken, die von 2001 – 2002 in den USA präsentiert wurden, nur 17% von einer Frau geschrieben und nur 16% von einer Frau inszeniert wurden**.

* Im Bereich Tanz sind weitaus mehr Frauen als Männer tätig. Trotzdem wurden im Jahre 2000 13 von 18 Förderungen, die vom amerikanischen National Endowment for the Arts an ChoreographInnen im Bereich Moderner Tanz vergeben wurden, männlichen Choreographen zugesprochen. Die männlichen Bewerber erhielten insgesamt $200.000, pro Choreograph durchschnittlich $10.000; Choreographinnen erhielten insgesamt $45.000, im Durchschnitt $5.000 pro zugesprochener Förderung**.

* Ein kurzer Blick in den Spielplan eines prominenten Berliner Theaters zeigte uns, dass hier die Situation ähnlich ist: im Oktober 2007 war keines der 14 präsentierten Stücke von einer Frau geschrieben worden, und in nur einem Fall hat eine Frau Regie geführt. Bei dem kleineren, angegliederten Theater war auch nur eine Frau als Regisseurin tätig und nur zwei von den 16 Stücken, die präsentiert werden, wurden von Frauen geschrieben. Eine Zusammenstellung der Spielpläne der anderen prominentesten und am besten finanzierten Theatern Berlins zeigen ähnliche Ergebnisse auf.


Daraus ergeben sich Fragen, die das Event SWAN Day Berlin 2008 der Öffentlichkeit stellte:

* Was sind die Faktoren, die dazu führen, dass verhältnismäßig wenig Frauen in Leitungspositionen in den Künsten tätig sind?
* Was für Auswirkungen hat es, dass zur überwiegenden Mehrheit die Repräsentationen von Frauen, ob auf der Bühne, im Fernsehen oder im Film, tatsächlich von Männern geschrieben und gestaltet sind?
* Pina Bausch und Sasha Waltz sind zwei bedeutende Ausnahmen im Bereich Tanz, und es gibt natürlich noch andere. Solche Beispiele können als Vorbilder dienen und Hoffnung verleihen – besteht aber auch die Gefahr, dass wir wegen solchen Ausnahmen denken, dass Gleichrepräsentation und Gleichförderung weiblicher Künstler kein wichtiges Thema mehr sei?
* Welche Mittel und Wege gibt es, um effektiv mehr öffentliches Bewusstsein für dieses Thema zu schaffen?
* Was für Strategien können Künstlerinnen anwenden, damit ihre Arbeit vermehrt gezeigt und angemessen bezahlt wird?



Bringen Sie sich ein. Auch bei zukünftigen SWAN Day Berlins wird es wieder Open Spaces mit Diskussionsrunden geben. -> Kontaktieren Sie uns, wenn Sie Ihre eigenen Statistiken sammeln und beitragen und Strategien und Themen für die Diskussionen vorschlagen wollen, oder wenn Sie uns als SponsorIn unterstützen möchten.




** Wir möchten WomenArts für ihre wichtige Vorreiterarbeit danken. Weitere Statistiken und Informationen, auf Englisch, finden Sie unter: -> www.womenarts.org/advocacy/EmploymentIssues.htm

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